Sonntag, 7. April 2019

[Rezension] zu "Selection" (4)

Titel: Selection - Die Kronprinzessin

Autor: Kiera Cass


Seiten: 400

Erschienen: 26. Oktober 2017

Genre: Roman

Preis: € 9,99[D] (Taschenbuch)

ISBN:  978-3-7335-0138-9





Die romantischste Liebesgeschichte seit es Prinzen und Prinzessinnen gibt geht in die vierte Runde – aber dieses Mal wird ALLES anders! 

Die Liebesgeschichte um America, Maxon und Aspen hat ihr Ende gefunden – aber die Geschichte der ›Selection‹ ist noch lange nicht vorbei! 

Nun ist es an Maxons Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin, sich ihren Prinzen aus 35 jungen Männern zu erwählen. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an die große Liebe glaubt sie sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt die Liebe ja an Eadlyn! 



Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zu den »Selection«-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten ... Mit ihren »Selection«-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft.







Es ist schon eine Weile her gewesen als ich das dritte Buch der Reihe beendet habe, welches mir absolut gefallen hat und ich verstehe auch nicht, warum ich die Fortsetzung erst jetzt begonnen habe.
Leider war der Einstieg durch die vielen Nachnamen, die nicht mehr in meinem Kopf waren, ein wenig holprig. Ich konnte jedoch erahnen, wer wer war. Danach ging es rasant voran und von dort an flog ich nur über die Seiten und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da alles flüssig geschrieben ist. Auch an Humor hat die Reihe nicht eingebüßt, was ich auch schon an Americas Geschichte schätzte.

In diesem Buch kommt ein Perspektivenwechsel, der dieses mal nicht aus der Sicht einer der Kandidaten, sondern aus der der Thronerbin Eadlyn. Sie hat einen starken und selbstbewussten Charaktere und stellt ihn ihrem Volk auch genauso zur Schau - wie sie es als kleines Kind lernte. Doch in ihrem Inneren herrscht oft ein einziges Tohuwabohu. Der einzige, der sie wirklich versteht ist ihr Zwillingsbruder Ahren, der ihr bei allen ihrer Entscheidungen hilfsbereit zur Seite steht. Ich finde ihre Art miteinander umzugehen sehr süß geschrieben und jedes Mal wenn sie miteinander Reden muss ich schon lächeln.
Neben vielen neuen Charakteren bekommen auch die alten Hauptcharaktere eine Rolle, die jedoch eher in den Hintergrund rückt, damit die jüngere Generation im Rampenlicht stehen kann, was ich gut finde, da ihre Geschichte vorbei ist.
Aber auch die Generation von America, Maxon und Aspen hat wieder einmal Geheimnisse, die es für Eadlyn zu lüften gilt, die spannend mitzuverfolgen sind. Besonders wird in diesem Teil ein besonderes Augenmerk auf den regierenden König Maxon gelegt, der anscheinend schneller altert, als Eadlyn es realisieren kann. Sie macht sich sorgen um ihn, hat aber auch viele Probleme durch das Casting, welches ihre gesamte Zeit in Anspruch nimmt.

Durch das Casting wird heimlich versucht Zeit zu schinden, um die "Rebellen" aufzuhalten, die trotz der Auflösung des Kastensystems immer noch etwas gegen die Regierung vorzuweisen haben. Eadyln steht dadurch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Volkes, was sie stark unter Druck setzt. Sie darf sich keinen Fehler erlauben und muss dem Volk ihre beste Seite zeigen, was unter ihrem Umständen schwierig wird. Ihre Gedankengänge sind gut nachzuvollziehen und jeder würde ihre Gefühlslage bei diesem Casting verstehen, der sie auch nur ein wenig kennt, denn eigentlich hatte sie nie vor dieses Casting durchzuführen. Sie fühlt sich nicht bereit dazu. Jedoch ist das Volk es und beobachtet gierig jeden ihrer Schritte.

So viel Spannung ist gar nicht enthalten, wie ich es normalerweise in einem Fantasyroman gewohnt bin, aber dieses Buch hat es auch gar nicht nötig. Denn es ist auch schon durch das Casting und den Geheimnissen so fesselnd, dass ein so etwas wie ein Angriff der Rebellen gar nicht nötig wäre.
Es ist im Gegensatz zu dem Casting von Americas Generation gar nicht so vorhersehbar, wer es nun wirklich sein wird. Bis ungefähr 70 % des Buches hatte ich eine kleine Vorahnung. Danach habe ich das gefühl bekommen, dass es fast so gut wie jeder sein könnte. Jeder junge Mann zeigt etwas besonderes an sich und es wird sich auch nicht besonders auf eine Person beschränkt, sodass man nur darüber spekulieren könnte. Das macht das Buch aber auch umso besser, da es unvorhersehbar ist, wer es nun wirklich sein könnte, denn es schien gegen Ende des Buches so als hätte Eadlyn alle Junge in ihr Herz geschlossen.


Eine rundum gelungene Fortsetzung, die viel für den letzten Band offen hält.


10/10☆

Montag, 1. April 2019

[Rezension] zu "Das Reich der Sieben Höfe" (3)

Titel: Das Reich der Sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Autor: Sarah J. Maas

Verlag: dtv Verlag

Seiten: 752

Erschienen: 09. März 2018

Genre: Fantasy

Preis: € 22,60 [D] (Hardcover)

ISBN: 978-3-423-76206-9





Achtung! Das ist der dritte Teil der Reihe! Spoiler!

»Ich kenne dich in- und auswendig, Rhys. Und es gibt nichts, was ich nicht an dir liebe – mit jeder Faser meines Seins.«
Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen Handel mit dem König von Hybern eingegangen und der will nur eins – Krieg. Feyre lässt sich damit auf ein gefährliches Doppelspiel ein, denn niemand darf von ihrer Verbindung zu Rhys erfahren. Eine Unachtsamkeit würde den sicheren Untergang nicht nur für Feyre, sondern für ganz Prythian bedeuten. Doch wie lange kann sie ihre Absichten geheim halten, wenn es Wesen gibt, die mühelos in Feyres Gedanken eindringen können?



Sarah J. Maas wuchs in Manhattan auf und lebt seit einiger Zeit mit Mann und Hund in Pennsylvania. Bereits mit dem ersten Entwurf zu ›Throne of Glass‹ sorgte sie für Furore: Mit 16 veröffentlichte sie ›Queen of Glass‹ (so der damalige Titel) auf einem Online-Forum für Autoren und initiierte damit eines der frühesten Online-Phänomene weltweit.




Nach dem Ende des zweiten Bandes stand für mich fest, dass ich auch den dritten Teil lesen muss, allerdings habe ich mir dafür fast ein halbes Jahr Zeit gelassen. Dadurch kam es, dass ich einige wenige Dinge vergaß und ich zu Beginn des öfteren noch einmal beim Vorgänger nachschlagen musste.
Dennoch war mir der Einstieg sehr einfach und schnell gelungen. Feyre hat sich über die Zeit beim Hof der Nacht stark verändert. Sie ist selbstbewusster, stärker und einfach glücklicher geworden, was ihr auf dem Anwesen von Tamlin gut bekommt. Sie schafft es ihn und allen anderen weis zu machen, dass sie unter einem Zauber stand und ihr Herz immer noch dem Hof des Frühlings gehört.
Durch ihr neues Auftreten hat sich auch die Atmosphäre beim Hof von Tamlin geändert, die ich erst als zu friedlich angesehen habe, denn genau dieser "Frieden" wird durch Feyres Zwietracht, den sie unter dem Volk und dem High Lords des Frühlings sät, gebrochen.
Doch nach genau diesem Part des Buches zieht sich das Buch dramatisch. Einige Stellen hätten definitiv herausgelassen werden können, denn sie zeigen keinerlei Spannung oder, wie in den anderen beiden Büchern, die Ruhe und Entspannung, die für mich wirklich natürlich erschien. Oft handelten diese teile von Diskussionen oder ähnlichem, die mir sehr lang vorgekommen sind und auch gekürzt hätten werden können.
Es ist zum Teil schon verständlich, dass diese vielen Diskussionen auftauchen, da alle Charaktere in dem Buch angespannt sind. Kein Wunder, denn es herrscht Krieg zwischen den Höfen und der Armee Hyberns. Jedoch ziehen sich diese Diskussionen ungemein, wobei man sowieso schon vorhersagen kann, wie sie ausgehen werden und sie dahingehend fast schon unnötig erscheinen. Man bemerkt die angespannte Stimmung auch allein schon daran, dass Feyre keinerlei Zeit für ihre Malerei hat oder gar nicht die Lust dazu verspürt, da sie wichtigeres zu tun hat.

Je weiter sich das Buch dem Ende neigt, als desto "epischer" kann man es bezeichnen, da es hierbei zum alles entscheidenden Kampf zwischen Hybern und den Höfen kommt. Kräfte treten aufeinander, von denen man in den ersten beiden Teilen nur träumen konnte. Dadurch wirkt alles zwar eindrucksvoller und intensiver, jedoch auch ein wenig übertrieben dargestellt. In diesem Teil spielen die Schwestern von Feyre auch einen besonders wichtigen Part in dem Krieg, was mal auch was ist. Nicht nur der Hauptcharakter hat die besonderen Kräfte, wie es bei vielen anderen Geschichten ist, sondern auch mal Nebenrollen, was ich sehr begrüße.
Jedoch schienen sie ein wenig fehl am Platz. Sie waren noch bis zum Ende des letzten Teil schwache Menschen, die im Gegensatz zu Fae sehr gebrechlich wirken und nun sollen sie High Fae sein, die im gewaltigsten Krieg seit langem eine wichtige Rolle spielen. Wirkt schon ein wenig surreal auf mich. Ähnelt vielleicht Feyre im ersten Teil, jedoch wirkte der Konflikt bei Feyres erstem Abenteuer noch lange nicht so episch, wie bei ihren Schwestern. Dennoch waren viele Gefühle und einiges an Euphorie auf das große Finale enthalten, die meine Stimmung dahingehend gebessert haben.

Insgesamt wäre ich mit dem zu krassen Ende des ursprünglichen Dreiteilers nicht ganz zufrieden gewesen, jedoch sollen ja noch drei weitere Bände erschienen. (Der Vierte ist ja bereits veröffentlicht.) Allerdings weiß ich nicht so genau, wie sich die Story von Feyre fortsetzen soll und der Klappentext hat auch noch nicht viel verraten. Man kann gespannt bleiben, aber ich stehe für meinen Teil den neuen Büchern eher skeptisch gegenüber, da die Reihe für mich schon eher abgeschlossen wirkt. Welcher Antagonist soll denn noch stärker sein, als der König von Hybern???


Starker und spannender Einstieg, jedoch schwächer als die Vorgänger durch einige unnötige, sich ziehende Stellen in der Mitte und einem "sehr" epischen Ende des ursprünglichen Dreiteilers, welcher mit diesem Band auch hätte abschließen können. Dennoch ein durchweg einfacher und flüssiger Schreibstil, eine spannende, aber auch angenehme Atmosphäre und Charaktere in die man sich nur verlieben kann.


6/10☆

Freitag, 29. März 2019

[Rezension] zu "Outliers" (3)

Titel: Outliers - Die Bedrohung

Autor: Kimberley McCreight

Verlag: Goldmann

Seiten: 352

Erschienen: 18. Februar 2019

Genre: Fantasy

Preis: € 13,00 [D] (Paperback)

ISBN: 978-3-442-20566-0





Dies ist der dritte Teil der Outlier-Reihe! Spoiler!

Die sensible Wylie kann der Internierungsanstalt, in der Mädchen wie sie wegen ihrer besonderen Fähigkeit festgehalten werden, entkommen. Sosehr sie auch die dramatischen Ereignisse vergessen will – sie wird erst wirklich in Sicherheit sein, wenn sie herausgefunden hat, wer sie jagt und warum. Mit ihrem Freund Jasper begibt sich Wylie auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit. Dabei wird sie vor eine harte Entscheidung gestellt: Ihre Bestimmung könnte den Tod bedeuten – doch sie ist auch der Schlüssel zur Rettung. Nur Wylie kann die anderen Mädchen vor einem schrecklichen Schicksal bewahren …



Kimberly McCreight arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Romane, darunter die vielgelobte »Outliers«-Trilogie, sind New-York-Times-Bestseller. Mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern lebt Kimberly McCreight in Brooklyn, New York.



Es ist nicht besser geworden, wie ich die Hoffnung hatte. Fast nur deswegen und um zu wissen wie die Story nun ausgehen wird habe ich das Buch angefragt. Aus diesem Grund erst mal: Vielen Dank für das Rezensionsexemplar :)
Leider haben sich meine Wünsche nicht erfüllt, obwohl ich zu Beginn noch Hoffnung auf ein gutes Ende hatte, denn zum ersten Mal hatte man einen Hauch von realen Emotionen erhalten. Man merkt von der ersten Seite an, dass Wylie wütend auf ihre Mutter ist. Dennoch hat sich das nicht sehr lange gehalten, weswegen ich schnell von dem Buch gelangweilt wurde und das Interesse daran verlor.
Es wurde bei diesem Buch, was die Emotionen und Gedanken der Charaktere anbelangt, kaum an der Oberfläche gekratzt, wobei es gerade bei diesem Buch zum Großteil darum geht.
Und genau das ist die ganze Trilogie über passiert. Immer wieder ist die Rede von den Emotions- und fast schon Gedankenlesenden Outlier die Rede, doch damit ist dann Schluss. Die Emotion wird bekannt gegeben, sei es Angst, Hass oder Liebe und dann geht es weiter. Es wird in keiner Weise wirklich auf die Gedanken eingegangen, die zu diesen Emotionen führen, was mich persönlich sehr gestört hat.

Auch die Spannung ist ein großer Kritikpunkt bei mir. Wenn mal Spannung da sein könnte - zumindest das Potenzial dazu -, dann wird sie fast sofort abgewürgt oder sie tritt zu kurz. Das macht die spannenden Szenen nicht spannend und das Buch insgesamt, mal abgesehen vom Thema nicht interessant.
Das Thema selbst hat so viel Potenzial gezeigt und genau deswegen war ich sehr interessiert an der Geschichte. Aber durch die fehlende Spannung, die sowohl den ersten als auch den zweiten und dritten Teil bitter nötig gehabt hat, habe ich mich kaum noch auf das Buch konzentriert und an mehr als nur einer Stelle war ich kurz davor es abzubrechen.

Auch das Ende war genauso fade, aber dieses Mal, im Gegensatz zu den Vorgängern absolut vorhersehbar. Es ist fast alles passiert wie ich es mir vorgestellt habe, weswegen ich die letzten Kapitel nur überflogen habe. Besonders das vorletzte Kapitel war aus meiner Sicht schon fast unnötig und das letzte wie die Zusammenfassung eines halben Buches.
Das Ende war einfach heruntergerattert und eher wie ein Epilog verfasst, wo die Spannung schon abgeflaut ist und nur noch die letzten Fragen geklärt werden müssen. Der eigentlichen Epilog hätte  auch gleich in das letzte Kapitel eingefügt werden können.

Die Bücher wurden mit der Zeit zusammenfassend immer langweiliger und ich verlor immer mehr das Interesse. Diese Rezension sollte jetzt nicht so schroff klingen, aber es spiegelt gerade genau das wieder, was ich von dem Buch bin, welches in meinen Augen sehr viel potenzial gehabt hätte: enttäuscht.

2/10☆