Montag, 5. Februar 2018

[Rezension] zu " Die Schatten von London - In Memoriam"

Titel: Die Schatten von London - In Memoriam

Autorin: Maureen Johnson


Seiten: 384

Erschienen: 15. Juni 2015

Genre: Jugendbuch

Preis: € 13,99 [D] (Broschiert)

ISBN: 978-3-570-30999-5




Nachdem Rory den Jack-the-Ripper-Doppelgänger in einem finalen Kampf vernichtet hat, ist sie selbst zu einem menschlichen Terminus geworden. Sie hat nun die zweifelhafte Gabe, Geister durch bloße Berührung eliminieren zu können. Genau das macht sie unendlich wertvoll für die Shades – die Internationale Sondereinheit von Geisterjägern. Denn eine neue Serie von mysteriösen Mordfällen versetzt ganz London in Angst und Schrecken. Und diese neuen Fälle sind tatsächlich noch wahnsinniger als die Ripper-Morde. Rory erkennt schnell: Wahnsinnige Zeiten verlangen wahnsinnige Lösungen. Aber wird sie die Shades von ihren Methoden überzeugen können?

Maureen Johnson ist New York Times und USA Today Bestsellerautorin von mehreren YA-Romanen. Sie hat bereits mit John Green und Cassandra Clare an einigen Gemeinschaftsprojekten gearbeitet. Maureen Johnson hat einen Abschluss in Creative Writing an der Columbia University gemacht. Sie wurde bereits für den Edgar Award und den Andre Norton Award nominiert und das Time Magazine hat sie unter die Topleute gewählt, denen man auf Twitter folgen sollte. Die Autorin lebt in New York, ist oft auf Lesereise in Großbritannien, verbringt aber bewiesenermaßen die meiste Zeit auf Twitter.




Nachdem der erste Teil total von sich überzeugt hatte musste der nächste Band her.
Auch in diesem Band kann man klar erkennen, dass Maureen Johnson ein Händchen fürs Schreiben hat. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Es ist eine perfekte Mischung aus Drama, Romantik und Krimi mit einer großen Priese Humor, was mich immer wieder aufs Neue lächeln ließ, sobald ich das Buch in die Hand nahm.

Schon zu Beginn fühlte ich mich wieder wohl und behagen. Johnson weiß wie London mit seinen Straßen und Gewohnheiten auszusehen hat. Man fühlt sich gleich wie Zuhause. Ich hatte dieses schaurig schöne London mit Rory und den "Shades" vermisst.
Das Setting ist wie im letzten Buch neben dem altehrwürdigen Wexford-Internat, welches stets die typische Perfektion der Engländer darstellt, gut gewählt. Immer wieder werden einem wunderbar beschriebene Orte gezeigt, die man sich in Gedanken gut vorstellen kann.

Dieses Mal nehmen die Gedanken und Gefühle von Rory einen großen Teil des Buches ein. Nach den traumatischen Ereignissen der letzten Zeit war es für sie an der Zeit nach Wexford zurückzukehren; dem Ort an dem all die schrecklichen Dinge geschehen sind.
Rory freut sich sehr alle wiederzusehen, doch die vergangene Zeit lässt sie einfach nicht los. Sie ist, so kurz vor den anstehenden Prüfungen, während des Unterrichts sehr abwesend, sodass ihre schulischen Leistungen schnell den Bach untergehen. Auch realisiert sie mit der Zeit, dass eine immer größer werdende Mauer zwischen ihr und ihrem Freund entsteht. Neben weiteren Problemen richten sie in Rory ein regelrechtes Gefühlchaos an. Hierbei bleibt die Spannung ein wenig außer Acht, was aber nicht stört.
Es ist sehr verständlich, dass Rory´s Gefühle momentan Achterbahn fahren und auch die Entscheidungen die sie daraus trifft sind nachvollziehbar.

Über die Zeit hinaus sind mir neben anderen Charakteren die Shades im Gedächtnis geblieben. Sie kommen alle sympathisch, mutig und tapfer rüber. Besonders der heimliche Anführer Stephen ist mir sehr ans Herz gewachsen. Man bekommt im Laufe des Buches mehr Einblicke in das frühere Leben und erkennt, dass mehr hinter seiner Maske ist, hinter der er seine Gefühle versteckt.

Auch die neuen, mysteriösen Morde lassen Rory und die Shades nicht unbeachtet und kommen dem Geheimnis, dass sie zu lösen versuchen, immer einen Schritt näher. Mit dem kleinen Perspektivenwechsel, der alle paar Kapitel auftritt, wird (auch wie im letzten Buch) immer mal wieder Spannung in die Seiten gepumpt. Meistens wird man durch die kleinen einlagen Zeuge eines neuen Verbrechens.
Maureen Johnson weiß, wie man diese perfekt in die Geschichte einfließen lässt und die Leser dadurch nur noch begieriger nach mehr macht.

Auch das grandiose Ende hat noch einmal richtig einen rausgehauen. Es ist mehr als nur ein Plottwist .. es ist wie etwas, dass dir mitten in den Magen schlägt. Es ist so als fühle man sich komplett leer im Kopf. Einen Moment lang ist man nur noch geschockt, bis man wirklich realisiert hat, dass es wirklich passiert ist und die Gefühle einsetzen. Mir selbst sind danach die Tränen gekommen.

Ein absolut atemraubender und gefühlvoller zweiter Teil, der sich kaum noch an Problemen retten kann, aber auch gleichzeitig so unglaublichen Kliffhanger beinhaltet, dass man nicht anders kann als den nächsten Band zu lesen, obwohl man auch ein wenig Angst haben könnte, was als nächstes passiert.

5/5☆


Sonntag, 4. Februar 2018

Lesemonat - Dezember 2017

Hey :)
Heute stelle ich euch meinen Lesemonat aus dem Dezember 2017 vor. Es ist zwar schon etwas her, dass dieser Monat sein Ende nahm, aber ich war in letzter Zeit sehr inaktiv. Ich versuche mich zu bessern (sage ich immer, mache es aber letztendlich doch nicht 😄)
EGAL!


Allgemeine Infos
Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 1.600


Die Bücher (Kurzinfos)

Noah


Bewertung: 5/5☆

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Lübbe

Seiten: 560

Preis: €10,90 [D] (Taschenbuch)


-> Meine Rezension dazu <-





Constellation - Gegen alle Sterne


Bewertung: 4,5/5 ☆

Autor: Claudia Gray

Verlag: cbj Verlag

Seiten: 512

Preis: €18,00[D]


-> Meine Rezension dazu <-




Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow


Bewertung: 4/5☆

Autor: Rainbow Rowell


Seiten: 528

Preis: €19,95[D] (Gebundene Ausgabe)



[Rezension] zu Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Titel: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Autor: Rainbow Rowell

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Seiten: 528

Erschienen: 04. August 2017

Genre: Roman

Preis: €19,95[D] (Gebundene Ausgabe)

ISBN: 978-3423640329



Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.

Rainbow Rowell studierte Journalismus und arbeitete mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie verfasst Jugendliteratur und Romane für Erwachsene. Für ihren ersten Jugendroman „Eleanor & Park“ erhielt sie den Boston Globe Horn Book Award und den Printz Award. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt sie im Bundesstaat Nebraska. 






Als mir dieses Buch von einer Freundin empfohlen wurde dachte ich mir erst, dass es vollkommen langweilig werden wird und ein wenig in Richtung Harry Potter abdriften wird.

Und es hat sich für mich auch ein bisschen bewahrheitet, denn ja, der Anfang erinnerte teilweise an die frühen Jahre von Harry in Hogwarts, aber letztendlich verfliegen diese Eindrücke. Die Geschichte nimmt mit der Zeit ihren eigenen Lauf sowie ihre eigenen Charakter und Wesen, die sich letztendlich von J. K. Rowlings Büchern unterscheiden.

Langeweile hatte ich auch auf den ersten 100 Seiten.
Nur weil meine Freundin gemeint hatte es sei so unglaublich gut habe ich es weitergelesen.
Und letztendlich hat es mich nicht enttäuscht, denn ab dann kam ein so unerwarteter Plottwist, dass ich das Buch in den folgenden zwei Tagen verschlungen habe. Ich blieb die halbe Nacht wach und habe das Buch gelesen. Und am Ende als ich es dann durch hatte kann ich nun auch selber sagen dass die Geschichte um den besten Zauberer der Welt echt gut ist.

Manche Passagen waren etwas komisch genauso was die Länge der Kapitel anging. Sie erstreckten sich von wenigen Zeilen hin bis über mehrere Seiten. Das verwirrte einerseits, machte aber auch Lust darauf mehr zu lesen, um zu wissen was es mit der Person auf sich hat, die mal in dem Kapitel, mal in dem anderen Kapitel auftaucht, dann ein paar Sätze sagt und dann schon das nächste Kapitel beginnt.
Auch beim Ende hätte eine Kleinigkeit bei Simon auch ausgelassen werden können, aber darüber kann man wegsehen.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind alle irgendwie miteinander verbunden; auch die Eltern spielen in der Geschichte eine besondere Rolle, was sie alle in selben Maße wichtig erscheinen lässt. Ihre Entscheidungen und Gefühle lassen sich gut nachempfinden und macht sie auch mit ihrem Familiären Hintergrund sehr interessant. Insgesamt habe ich mich mit Simon, Baz und den anderen sehr wohl gefühlt.

Zusammenfassend fand ich das Buch, trotz seines etwas schwächeren Anfangs, sehr gut gelungen. Die Geschichte hat sich gut entwickelt und ist bis zum Ende hin durch die vielen Plottwists spannend geblieben. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch.

4/5☆